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textkonstrukte | marc fritzlerTitelseite

büro für textarchitektur, münchen_ gestartet 2001_ texte für nachhaltige zukünfte

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büro.brief #11

stichworte zur ausgabe_ datenschutz-politik und -kodex veröffentlicht +++ dienstleistungskatalog produziert +++ obdach gesucht (münchen) +++ „fairpflichtet“-kodex unterzeichnet +++ ecocrowd-aktie gespendet.

Text_ Marc Fritzler
Form_

Die büro.briefe berichten über den Stand der Dinge auf dem Weg zum nachhaltigen Büro textkonstrukte (Ziele 2015).

Büro.Profil
datenschutz_ politik und kodex veröffentlicht

Wie können auch klein(st)e Unternehmen ihren Datenschutz so verbessern, dass die Hürden für ein widerrechtliches Ausspähen der Kommunikation (NSA & Co.) möglichst hoch liegen? Immerhin tangiert dass Treiben mancher Dienste die Arbeit und Compliance eines jeden Unternehmens, sei sie noch so unspektakulär.

Eine erste Antwort des Büros sind die textkonstrukte | büro.richtsätze datenschutz und der textkonstrukte | datenschutz-kodex.

Während die Richtsätze die Grundsätze beschreiben (etwa das Prinzip der Datensparsamkeit), präzisiert der Kodex diese detailliert. Von den sonst üblichen Datenschutzerklärungen von Unternehmen hebt sich der Kodex deutlich ab: Er

  • steigt mit einem prägnanten Überblick ein,
  • erläutert verständlich die Details (Website, Social Media, Büro),
  • gibt Hinweise zur Prüfung vieler Angaben
  • sowie Tips für den eigenen Datenschutz — ein „Mehrwert“ für die Leser.

Dieser neue Ansatz für betriebliche Datenschutzerklärungen ließe sich auch auf Unternehmen mit deutlich komplexeren Herausforderungen anwenden.

Für Kunden relevant: die Selbstauskünfte des Büros, wie es mit Projekt-Unterlagen umgeht, sowie das freiwillig erstellte Verfahrensverzeichnis.

Im Vorfeld hatte das Büro im April 2014 den „Datenschutz-Codex für Webseitenbetreiber“ angenommen, 2010 entworfen vom Institut für IT-Recht. Auf der Agenda: Bis Ende 2014 sollen interne Richtsätze zur Datensicherheit vorliegen (siehe das Nachhaltigkeitsprogramm von textkonstrukte).

Wie für alle selbst erarbeiteten Richt- und Leitsätze des Büros gilt auch hier: Konstruktive Kritik und Anregungen sind ausdrücklich erwünscht!

datenschutz_ selbstchecks durchgeführt

Flankierend zu den Arbeiten an der eigenen Datenschutzpolitik hat das Büro die „Datenschutz-Selbstauskunft für Kleinbetriebe“ des Instituts für IT-Recht (IITR) beantwortet und den neuen Selbstcheck „Datenschutzindikator“ vom TÜV Süd durchgeführt. Beide Instrumente erleichtern auch klein(st)en Unternehmen, sich einen Überblick zum eigenen Datenschutz zu verschaffen.

Büro.Arbeiten
dienstleistungen_ katalog produziert

Was hat das Büro textkonstrukte in punkto Unternehmensberichterstattung zu bieten? Ein „kleiner dienstleistungskatalog 2014“ zum Thema soll (potentielle) Kunden darüber einführend informieren (PDF, 12 Seiten).

Zu den Dienstleistungen gehören Texte und Konzepte für CSR-Berichte sowie (neu) Datenschutzerklärungen und -berichte. In punkto Datenschutz, einem originären Thema der Unternehmensverantwortung, gäbe es noch sehr viel zu tun: 90 Prozent der User wünschen sich endlich verständliche Datenschutzerklärungen, das zeigte eine im Mai veröffentlichte Umfrage des Branchenverbands Bitkom.

umweltdialog_ telekom-bericht portraitiert

Erfrischenden Klartext schreibt der jüngste Datenschutzbericht der Telekom, den Marc Fritzler in einem Beitrag für das Online-Magazin UmweltDialog (UD) unter die Lupe genommen hat.

So äußert sich darin Thomas Kremer, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance, deutlich zur NSA-Spitzelei: Die Balance von Sicherheit und Freiheit sei „aus dem Lot geraten, wenn Geheimdienste persönliche Daten massenweise und anlasslos ausspionieren und speichern. Man kann Freiheit nicht verteidigen, indem man die Persönlichkeitsrechte außer Kraft setzt.“ Das ist doch eine Ansage. Auch sonst ist der im Magazinstil gehaltene Bericht zur Lektüre empfehlenswert.

Der UD-Herausgeber macondo publishing (Münster) ist eines der wenigen deutschen Medienunternehmen, die den „Global Compact“ der Vereinten Nationen unterzeichnet haben und jährlich einen Fortschrittsbericht vorlegen.

open source software_ entwickler unterstützt

Die „Geiz ist geil“-Mentalität dürfte für viele Anwender das entscheidende Motiv sein, kostenlose Open Source Software (OSS) zu installieren. Ein Motiv, das sich bitter rächt, wie in diesem Jahr der „Heartbleed“-Bug in der OpenSSL-Software oder die Einstellung des TrueCrypt-Projekts gezeigt hat. Es sollte anders sein.

Eine Mär ist es, OSS sei per se sicherer, weil der Software-Quelltext offen sei, mithin von jedem geprüft werden könne. Das stimmt nur, solange es kundige Programmierer gibt, die ihre Arbeitszeit darauf verwenden können — das kostet bekanntlich Geld. Gefragt sind hier auch die Unternehmen, die OSS nutzen.

Das Büro textkonstrukte arbeitet mit offener Software, nicht weil sie kostenlos, sondern nachhaltiger als proprietäre ist. Zum Dank an die Entwickler gehört es, dass das Büro seit 2012 jährlich für ein Projekt spendet (je zirka 50 €):

  • 2012_ The Document Foundation (für LibreOffice)
  • 2013_ Freie Programmierer (für zwei Buchhaltungsprogramme)
  • 2014_ Free Software Foundation Europe (für Öffentlichkeitsarbeit)
  • 2015_ Gnome Foundation (für Gnome Desktop; geplant)

Könnten nicht mehr Unternehmen es ähnlich halten? Eine kleine Aufmerksamkeit für die OSS-Gemeinschaft ist auch die Dankseite in diesem Buch.

Büro.Kopf
obdach_ wohnung gesucht

Für seiner selbst sucht Marc Fritzler ein neues privates Dach für seinen Kopf zur Miete in München, vorzugsweise mit vier Wänden unter diesem (zum September oder Oktober 2014). Die Ansprüche sind überschaubar: Zwei Zimmer, Küche, Bad (gesamt: zirka 50m²), ziviles Umfeld, für Normalos bezahlbar.

Bekanntlich ist die Suche nach Obdach in München (auch aufgrund einer mangelhaften Lokalpolitik) eine das Nerven- und Zeitkostüm strapazierende Angelegenheit — weswegen sich der Bürokopf für zweckdienliche Hinweise, die zur Ergreifung einer neuen Bleibe führen, selbstverständlich erkenntlich zeigt.

Büro.Ethik
kodex_ selbst fairpflichtet

Ende Mai 2014 hat textkonstrukte | marc fritzler den Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungsbranche „fairpflichtet“ unterzeichnet (Kategorie Dienstleister). Erstmals hat sich das Büro damit auch verpflichtet, einen Fortschrittsbericht vorzulegen.

Den Kodex haben im Mai 2012 das German Convention Bureau (GCB) und der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC) veröffentlicht; rund 140 Unternehmen der Branche haben ihn bislang angenommen. textkonstrukte ist zwar kein Veranstalter, doch sind auch Texte für CSR-Berichte eine Dienstleistung für (Kultur-)Veranstalter.

Sympathisch an der Selbstverpflichtung „fairpflichtet“: Ihre 10 Leitlinien und 35 Leitsätze decken die wesentlichen Aspekte nachhaltigen Managements ab und könnten gut als Vorlage für weitere Branchenkodizes dienen — wie wäre es endlich mit einem für die Medienwirtschaft?

Ob das Büro für den Mitte 2015 vorzulegenden ersten Fortschrittsbericht die von den Initiatoren angefertigte Vorlage nutzen wird oder ihn in den ersten eigenen (geplanten) Nachhaltigkeitsbericht integriert, das ist noch offen.

ecocrowd-plattform_ aktie gespendet

Sehr umtriebig ist derzeit die Deutsche Umweltstiftung, in deren Wirtschaftsrat das Büro textkonstrukte seit Januar 2014 Mitglied ist.

Im Herbst 2014 soll das jüngste Kind der Stiftung auf den Beinen stehen: EcoCrowd, eine Plattform zur Förderung nachhaltiger Projekte und Startups. Das nötige kleine und große Geld soll via Schwarmfinanzierung (Crowdfunding) online zusammenkommen.

Personen können schon jetzt EcoCrowd-Spendenaktionär werden, um den Projektstart zu erleichtern; Marc Fritzler hat im Juni eine Aktie gespendet.

online-journalismus_ krautreporter vorfinanziert

Sie haben es geschafft, die Krautreporter (abgeleitet von engl. Crowd): Binnen eines Monats konnten sie über 16.000 Förder-Abonnements verkaufen — für ein Online-Magazin, das erst Ende 2014 das Licht der Digitalwelt erblicken soll.

Die zwei Dutzend Redaktionsköpfe wollen täglich ein unabhängiges und werbefreies Online-Magazin produzieren. Aufmerksam, oft hämisch verfolgte die Medienszene dieses Crowdfunding-Projekt: Es könnte vielleicht zu einem Modell für den Online-Journalismus und dessen Finanzierung werden (wonach die alten Printmedien für ihre Web-Ableger noch suchen).

Marc Fritzler hatte Anfang Juni ein Abo via Vorschusszahlung bestellt, damit das Experiment gelingen kann. Jetzt müssen die Krauts noch liefern.

transparenz _ aufrufe unterzeichnet

Zur Transparenz des Büros textkonstrukte gehört es, die Aufrufe und Initiativen anzugeben, die Marc Fritzler mit seiner Unterschrift unterstützt. In jüngster Zeit waren dies:

  • „Europäische Bürgerinitiative (EBI) für Medienpluralismus“
  • „Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes“
  • „Free Software Usage Declaration“

sowie die Unternehmer-Erklärung „Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“ (siehe nächste Meldung).

energiewende_ unsubventioniert mitgetragen

„Es ist nicht die Aufgabe kleiner und mittelständischer Unternehmen, üppige Vergünstigungen der Industrie zu bezahlen.“ Das meinen die Unterzeichner der Unternehmer-Erklärung „Wir können ohne Energiepreis-Subventionen“.

Im Vorfeld der Bundestagsabstimmung zur Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hatten UnternehmensGrün, die Initiative Wirtschaft pro Klima und das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft die Erklärung im Juni lanciert.

Die Energiewende sei „ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Projekt für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise“, an dem auch die Wirtschaft ihren Anteil zu tragen habe, heißt es in der Erklärung — jedoch unter gerechten Bedingungen. Die Mehrheit des Bundestages hat sich anders entschieden: Es bleibt weitgehend bei den großzügigen EEG-Rabatten für viele Unternehmen.

Unterzeichnet haben die Stellungnahme 60 Inhaber, Geschäftsführer und Manager kleiner und mittelständischer Unternehmen: von Angele Maschinenbau über Naturstrom bis VAUDE Sport — sowie textkonstrukte | marc fritzler.

Büro.Kontakt
lab for culture_ profil angelegt

Für gelegentliche Hinweise auf empfehlenswerte europäische Initiativen (Medien, Kultur & Co.) hat Marc Fritzler im Mai ein Profil auf der Plattform Lab for Culture angelegt, ein Projekt der Europäischen Kulturstiftung. Die Aktivitäten auf diesem Kanal dürften jedoch sporadisch sein: Die Arbeiten an der eigenen Website, dem twitter-Kanal und Xing-Profil machen bereits genügend Arbeit.


Der büro.brief #12 erscheint voraussichtlich im September 2014.

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Seiten.Kontexte
Meta.Daten
  • Titel_ büro.brief #11
  • Autor_ Marc Fritzler
  • Version_ 2014-07-16
  • U. R. I. _ textkonstrukte.de/buerobuch/seite_06_11.html
Seiten.Funktionen